Haus für Filmproduktionen vermieten – So funktioniert es

Warum Ihr Haus für Filmproduktionen vermieten

Die Gründe sind vielfältig: finanzielle Anreize, persönliche Freude und der direkte Einblick in kreative Produktionsprozesse.

Zusätzliches Einkommen generieren

Film- und Fotoshootings dauern in der Regel zwischen vier und zehn Stunden. Die Vergütung bleibt dabei beachtlich. Sie behalten die volle Kontrolle über die Verfügbarkeit Ihrer Immobilie und legen Buchungen individuell fest. Da Drehs zeitlich begrenzt sind, steht Ihr Haus größtenteils für den eigenen Gebrauch zur Verfügung.
Die Einnahmen variieren je nach Lage und Einzigartigkeit der Immobilie. 

Ihr Zuhause auf der Leinwand sehen

Kirsten Böcker, 56 Jahre alt, erlebte während der Fußball-WM im Ägyptenurlaub eine unerwartete Überraschung: Ihr Haus erschien auf der Riesenleinwand des Hotels – in einer Werbung für Schokoriegel. Die Kinder waren völlig aufgeregt. Solche Momente bleiben. Vielleicht entdecken auch Sie Ihre Räumlichkeiten eines Tages in einer Produktion wieder – oder sehen einen bekannten Schauspieler in Ihrem Wohnzimmer.

Teil der Filmbranche werden

Wer sich für die Filmindustrie interessiert, findet in der Locationvermietung einen direkten Zugang. Private Häuser und Wohnungen zählen zu den wichtigsten Drehorten und Fotoshooting-Locations – und wer seine Immobilie zur Verfügung stellt, wird aktiver Bestandteil der Produktionslandschaft, ohne selbst in der Branche tätig zu sein.

Welche Häuser werden für Filmproduktionen gesucht

Das Spektrum der gesuchten Immobilien ist breit: von der urbanen Wohnung in Kreuzberg über die Gründerzeitvilla in Eppendorf bis zur Rheinvilla in Rodenkirchen. Private Häuser und Wohnungen zählen zu den wichtigsten Drehorten und Fotoshooting-Locations – und dabei spielt es keine Rolle, ob die Immobilie besonders glamourös ist oder schlicht.

Verschiedene Haustypen und ihre Einsatzmöglichkeiten

Locationscouts suchen gezielt nach Immobilien für unterschiedliche Produktionsanforderungen. Gefragt sind Locations von der Plattenbauwohnung in Marzahn über das Penthouse an der Alster bis zur typisch hanseatischen Altbauwohnung in Altona – ebenso das Einfamilienhaus in der Südstadt, das Kreativloft in Ehrenfeld oder die authentische Altbauwohnung in Giesing. Historische Gebäude wie Bauernhäuser aus dem 18. Jahrhundert, Fachwerkhäuser oder reetgedeckte Hallenhäuser bieten besondere Kulissen. Moderne Bungalows, Blockhäuser oder lichtdurchflutete Villen ergänzen das Portfolio. Der Auswahlprozess beginnt weit vor Produktionsstart – Locationscouts greifen dabei auf persönliche Archive aus unzähligen Objekten zurück.

Parkmöglichkeiten und Erreichbarkeit

Produktions-LKW brauchen Platz. Bei Filmdrehs wird erheblich viel Technik mitgebracht, die irgendwo stehen muss. Fehlende Parkmöglichkeiten fressen Produktionszeit und belasten den gesamten Dreh. Weite Anfahrtswege für Teams, Crew und Cast sind aufwendiger und kostspieliger – gut erreichbare Locations in Ballungszentren haben hier klar die Nase vorn.

Haus für Filmproduktion vermieten: So listen Sie Ihre Immobilie

Genehmigungen einholen, die Immobilie professionell präsentieren, den richtigen Preis festlegen – bevor die erste Anfrage eintrifft, sind einige Schritte zu klären.

Rechtliche Voraussetzungen klären

Die Vermietung einer Wohnung für Filmaufnahmen gilt nicht als reguläre Wohnnutzung, sobald dafür ein Entgelt erhoben wird. Dreharbeiten auf privatem Grund sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Als Mieter benötigen Sie zwingend das Einverständnis des Eigentümers oder der Hausverwaltung– die Zustimmung der übrigen Mieter allein genügt nicht und kann im schlimmsten Fall als Kündigungsgrund gewertet werden.
Gehört die Immobilie einer Eigentümergemeinschaft, muss auch diese ihr Einverständnis erteilen. Die Anwesenheit eines Filmteams samt Equipment stellt eine deutlich intensivere Nutzung dar als der normale Wohnbetrieb. Alle Vereinbarungen zum Drehort sollten schriftlich in einem Drehortvertrag festgehalten werden – das schützt beide Seiten.

Locationhero nutzen

Plattformen wie Locationhero übernehmen einen Großteil des organisatorischen Aufwands. Die Registrierung ist kostenlos, erst bei einer erfolgreichen Buchung fällt eine Gebühr von 15% an. Nach der Freischaltung laden Sie Ihre Location hoch und verwalten eingehende Anfragen eigenständig.
Rechnungsstellung und Zahlungsabwicklung übernimmt die Plattform. Über den Live-Buchungskalender behalten Sie die Verfügbarkeit im Blick, das Messaging-Center ermöglicht die direkte Kommunikation mit Interessenten. Vorgefertigte Vertragsvorlagen, speziell für Film- und Fotoproduktionen, stehen ebenfalls bereit. Schauen Sie sich Locationhero gerne an!

Professionelle Fotos erstellen

Rund 60 Prozent der Zeit auf einer Anzeige verbringen Suchende damit, die Fotos zu betrachten. Gute Aufnahmen sind also entscheidend. Ein Smartphone mit Weitwinkelkamera, ein Stativ und eine Handyhalterung reichen für den Anfang aus. Die HDR-Funktion gleicht dabei unterschiedlich beleuchtete Bildbereiche automatisch aus.
Fotografieren Sie aus einer Ecke des Raumes im Querformat, um möglichst viel Fläche zu erfassen. Die Wohnung sollte sauber und aufgeräumt sein – besonders die Fenster. Kleinteilige Gegenstände, die im Bild unruhig wirken, sollten vorher entfernt werden.

Beschreibung und Preisgestaltung festlegen

Als Orientierung gilt: eine Monatsmiete pro Drehtag als Motivablöse. Dazu kommen Vor- und Nachbereitungstage, an denen das Set auf- und wieder abgebaut wird. Öffentliche Motivgeber kalkulieren meist ohne Gewinnabsicht, private Motivgeber passen ihre Preise flexibel an Projekt und Umfang an.
In der Beschreibung sollten alle Vorzüge der Immobilie klar benannt werden. Falls Sie keine großen Crews in Ihrem Haus wünschen, empfiehlt es sich, Grenzen für die Teamgröße direkt im Angebot anzugeben.

Was Sie beim Dreh erwarten können

Zeigt eine Produktionsfirma Interesse, folgt ein klar strukturierter Ablauf – von der ersten Besichtigung bis zum eigentlichen Drehtag.

Umgang mit Veränderungen am Set

Setbau umfasst Malerarbeiten, Schreinerarbeiten, Elektroarbeiten und bauliche Maßnahmen. Geringfügige Dekorationen zählen nicht dazu. Szenenbildner gestalten die Handlungsorte und führen notwendige Umbaumaßnahmen durch – sind aber auch für den vollständigen Rückbau nach Abschluss der Dreharbeiten verantwortlich.

Versicherung und Schadensabsicherung

Jede Anmietung setzt eine Produktionshaftpflichtversicherung voraus. Der Nachweis muss vor Produktionsbeginn vorliegen. Die Versicherung deckt Schäden am Mietgegenstand sowie Personen- und Sachschäden ab. Es ist ratsam, vor und nach den Dreharbeiten Fotos zu machen, um den Zustand der Räumlichkeiten zu dokumentieren.

Dauer und Teamgröße der Produktion

Ein deutsches Fernsehspiel umfasst durchschnittlich 30 bis 40 Personen. Die Drehzeit für einen 90-minütigen Film liegt in Europa bei 12 bis 100 Tagen – ein Hinweis darauf, dass sich Drehtage an Ihrer Location auch über einen längeren Zeitraum erstrecken können. Meist jedoch handelt es sich um kleinere Zeiträume. 

Fazit

Wer sein Haus für Filmproduktionen vermieten möchte, hat damit eine konkrete Möglichkeit, zusätzliche Einnahmen zu erzielen. Die Faustregel – eine Monatsmiete pro Drehtag – macht das finanzielle Potenzial greifbar. Rechtliche Genehmigungen, sorgfältige Präsentation und ein klarer Vertrag sind dabei unverzichtbar. Plattformen wie Locationhero übernehmen den administrativen Teil und erleichtern den Einstieg erheblich. Wer diese Schritte beachtet, macht aus seiner Immobilie einen gefragten Drehort.